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1702 - 06.03.2017

 

2016 - ein Erfolgsjahr für das Jobcenter HildesheimArbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2017
 

Trotz der wachsenden Zahl von Flüchtlingen, haben weniger Menschen  Leistungen in Anspruch genommen

 Das vergangene Jahr verlief für das Jobcenter und damit für die Menschen im Landkreis Hildesheim sehr erfreulich. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Anzahl von anerkannten Flüchtlingen war dies nicht selbstverständlich. Grundlage hierfür bildete ein aufnahmefähiger regionaler Arbeitsmarkt, der von den Integrationsfachkräften des Jobcenter gut genutzt werden konnte. 

„Obwohl wir im Jahr 2016 einen Zugang von 764 anerkannten Flüchtlingen hatten, sank die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (ELB) im Jahresdurchschnitt um 240 auf 14.995“, so Ulrich Nehring, Geschäftsführer des Jobcenters Hildesheim. „Lässt man die Flüchtlingssituation außer Acht, reduzierte sich die  Anzahl der  ELB um 708        (-5,1%) auf 13.213“, so Nehring weiter.

Besonders profitieren konnten davon die Personen, die zwei Jahre und länger auf Geld des Jobcenter angewiesen waren. Deren Anteil sank im Jahresvergleich um 258 und unterschritt mit 9.857 erstmals die 10.000er-Marke.

Insgesamt konnten 3.616 Personen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen. Trotz der geringeren Anzahl von Kunden waren dies 39 (1,1 %) mehr als in 2015. Neben den Langzeitleistungsbeziehern profitierten insbesondere Alleinerziehende und junge Menschen unter 25 Jahre. Bei den Alleinerziehenden stiegen die Arbeitsaufnahmen um 9 auf 425 gegenüber dem Vorjahr. Bei den jüngeren waren dies einschließlich zur Berufsausbildung insgesamt 834 und damit 51 mehr als im Jahr 2015.

„In dem Ergebnis zeigt sich deutlich, dass das Jobcenter neben den großen Herausforderungen im Zusammenhang mit Flüchtlingen, andere Personengruppen nicht vernachlässigt hat“, betont Horst Karrasch, stellv. Vorsitzender der Trägerversammlung.

Mit der im Jahresverlauf 2016 deutlich zunehmenden Anzahl von anerkannten Flüchtlingen, wuchs auch der Umfang der Arbeit für das Jobcenter. Aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis, der Stadt, der Arbeitsagentur und dem Jobcenter, verlief der Übergang zwischen den verschiedenen zuständigen Stellen im Asylverfahren und danach weitestgehend problemlos.

„Da die Sprachkenntnisse und beruflichen Qualifikationen aktuell nur bei wenigen Flüchtlingen ausreichend sind, wird die Integration in den Arbeitsmarkt insgesamt jedoch eine längere Zeit in Anspruch nehmen“, berichtet Lars Jungfer, stellv. Geschäftsführer.

Voraussetzung hierfür ist der zeitnahe Einstieg in die verpflichtenden Integrationskurse des Bundesamtes für Migration (BAMF). Im Landkreis Hildesheim erfolgt hierüber ein enger Austausch mit den Bildungsträgern, der inzwischen zu geringen Wartezeiten geführt hat.

„Von den guten Ergebnissen konnte auch der Landkreis profitieren, für den das Jobcenter die Leistungen zu den Miet- und Heizkosten erbringt. Gegenüber 2015 mussten hierfür rd. 450.000 Euro weniger aufgebracht werden. Insgesamt belief sich die Zahl auf
45,9 Mio. Euro“, so Herr Rosemann, Vorsitzender der Trägerversammlung.

„Die strategischen Vermittlungsschwerpunkte, die wir uns für das Jahr 2016 gesetzt hatten, waren inhaltlich genau richtig“, sagt Ulrich Nehring und ergänzt: „Nah am und mit den Bewerbern arbeiten, Arbeitsstellen gemeinsam suchen und individuelle Planungen der beruflichen Weiterqualifizierung haben dieses positive Ergebnis unterstützt“.

2017 - Ausblick

 

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geht lokal von einer Wachstumsrate von 1,2 % bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten aus. Die Geschäftsführung des Jobcenter Hildesheim rechnet für 2017 mit einer Reduzierung der Arbeitslosigkeit  um 2,2 %.

„In den Segmenten Verkehr- und Logistik, Handel, Bau- und Ausbau sowie in den Bereichen Fertigung und den medizinischen und nichtmedizinischen Gesundheitsberufen sehen wir die größten Potenziale für Stellenzuwächse. Der diagnostizierte Fachkräftebedarf macht zusätzlich deutlich, dass die langfristige Zielrichtung eine berufliche Qualifizierung der Arbeitslosen sein muss“, betont Jungfer. 

Um auch das begonnene Jahr erfolgreich zu gestalten, wird sich das Jobcenter inhaltlich neu ausrichten:

Aufgrund der steigenden Problemstellungen bei den Kunden wird eine noch engere Vernetzung mit anderen Akteuren (Beratungsstellen, Bezirkssozialarbeit etc.) zunehmend erforderlicher. Hierzu zählen auch verstärkte Aktivitäten in den betroffenen Quartieren.

Zudem soll die Beratungs- und Unterstützungsleistung ausgebaut werden, indem eine individuellere und gemeinsame Berufswegplanung erfolgt. Insbesondere um junge Menschen zu erreichen, werden die bestehenden Angebote weiterentwickelt und ausgebaut.

Gerade im Zusammenhang mit Flüchtlingen stellt sich heraus, dass ein größerer Informations- und Unterstützungsbedarf für Arbeitgeber besteht. Hierfür werden spezielle Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Im Rahmen einer bereits eingeführten besonderen Beratung, soll insbesondere die Arbeit mit Alleinerziehenden intensiviert werden.


 

   

Broschüre Datenschutz

     
   
     

 

Informationen zur Datenerhebung nach Art. 13 und 14 Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union (DSGVO) und des Sozialgesetzbuches für den Bereich des Jobcenter Hildesheim finden Sie hier.

   

Alleinerziehende

 

Fallmanagement: Unser Service für Alleinerziehende!
 
Einen Überblick über unseren Service finden Sie hier.