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1801 - 15.03.2018

2017 – ein Erfolgsjahr für das Jobcenter Hildesheim

 

Freuen sich über das erfolgreiche Jahr des Jobcenter Hildesheim (v.l.n.r.): Ulrlich Nehring (Geschäftsführer Jobcenter Hildesheim), Evelyne Beger (stellv. Vorsitzende der Trägerversammlung des Jobcenter Hildesheim und Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hildesheim), Klaus Rosemann (Vorsitzender der Trägerversammlung des Jobcenter Hildesheim und Dezernent Innere Dienste des Landkreises Hildesheim)

 

Trotz der wachsenden Zahl von Flüchtlingen, haben weniger Menschen  Leistungen in Anspruch genommen

Das vergangene Jahr verlief für das Jobcenter und damit für die Menschen im Landkreis Hildesheim sehr erfreulich. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Anzahl von anerkannten Flüchtlingen war dies nicht selbstverständlich. Grundlage hierfür bildete ein aufnahmefähiger regionaler Arbeitsmarkt, der von den Integrationsfachkräften des Jobcenter gut genutzt werden konnte.

„Obwohl der Bestand der anerkannten Flüchtlingen in 2017 um 656 auf 2.038 angestiegen ist, sank die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (ELB) im Dezember 2017 gegenüber dem Vorjahr um 88 auf 14.771“, so Ulrich Nehring, Geschäftsführer des Jobcenters Hildesheim. „Lässt man die Flüchtlingssituation außer Acht, reduzierte sich die Anzahl der ELB um 744 (-5,5%) auf 12.733“, so Nehring weiter.

Besonders profitieren konnten davon die Personen, die zwei Jahre und länger auf Geld des Jobcenter angewiesen waren. Deren Anteil sank im Jahresvergleich um 211 auf nunmehr 9.646 Langzeitleistungsbezieher.

Insgesamt konnten 3.696 Personen eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Trotz der geringeren Anzahl von Kunden waren dies 13 (0,4%) mehr als in 2016. Neben den Langzeitleistungsbeziehern profitierten insbesondere junge Menschen unter 25 Jahre. Bei den jüngeren waren dies einschließlich zur Berufsausbildung insgesamt 915 und damit 69 (8,2%) mehr als im Jahr 2016.

„In dem Ergebnis zeigt sich deutlich, dass das Jobcenter neben den großen Herausforderungen im Zusammenhang mit Flüchtlingen, andere Personengruppen weiterhin gleichermaßen gut betreut hat“, betont Evelyne Beger, stellv. Vorsitzende der Trägerversammlung.

Mit der im Jahresverlauf 2017 deutlich zunehmenden Anzahl von anerkannten Flüchtlingen, wuchs auch der Umfang der Arbeit für das Jobcenter. Aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis, der Stadt, der Arbeitsagentur und dem Jobcenter, verlief der Übergang zwischen den verschiedenen zuständigen Stellen im Asylverfahren und danach weitestgehend problemlos.

„Da die Sprachkenntnisse und beruflichen Qualifikationen aktuell nur bei wenigen Flüchtlingen ausreichend sind, wird die Integration in den Arbeitsmarkt insgesamt jedoch eine längere Zeit in Anspruch nehmen“, berichtet Nehring.

Voraussetzung hierfür ist der zeitnahe Einstieg in die verpflichtenden Integrationskurse des Bundesamtes für Migration (BAMF). Im Landkreis Hildesheim erfolgt hierüber ein enger Austausch mit den Bildungsträgern, der inzwischen zu verhältnismäßig geringen Wartezeiten geführt hat.

„Von den guten Ergebnissen und den damit nur geringen Steigerungen vor dem Hintergrund Flucht/Asyl konnte auch der Landkreis profitieren, für den das Jobcenter die Leistungen zu den Miet- und Heizkosten erbringt. Gegenüber 2016 mussten hierfür nur rd. 550.000 Euro mehr aufgebracht werden. Insgesamt belief sich die Zahl auf 46,1 Mio. Euro“, so Herr Rosemann, Vorsitzender der Trägerversammlung.

„Die strategischen Vermittlungsschwerpunkte, die wir uns für das Jahr 2017 gesetzt hatten, waren inhaltlich genau richtig“, sagt Ulrich Nehring und ergänzt: „Nah am und mit den Bewerbern arbeiten, Arbeitsstellen gemeinsam suchen und individuelle Planungen der beruflichen Weiterqualifizierung haben dieses positive Ergebnis unterstützt“.

 

Ausblick 2018

 

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geht lokal von einer Wachstumsrate von 1,6 % bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten aus. Die Geschäftsführung des Jobcenter Hildesheim rechnet für 2018 mit einer Reduzierung der Arbeitslosigkeit  um 1,8 %.

„Die größte Nachfrage nach Arbeitskräften wurde in den Berufen Erziehung, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege, Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag sowie Fahrzeugführung im Straßenverkehr verzeichnet. Der diagnostizierte Fachkräftebedarf macht zusätzlich deutlich, dass die langfristige Zielrichtung eine berufliche Qualifizierung der Arbeitslosen sein muss“, betont  Nehring.

 Um auch das begonnene Jahr erfolgreich zu gestalten, wird sich das Jobcenter inhaltlich neu ausrichten:

Aufgrund der steigenden Problemstellungen bei den Kunden wird eine noch engere Vernetzung mit anderen Akteuren (Beratungsstellen, Bezirkssozialarbeit etc.) zunehmend erforderlicher. Hierzu zählen auch verstärkte Aktivitäten in den betroffenen Quartieren.

Zudem soll die Beratungs- und Unterstützungsleistung ausgebaut werden. Herbei werden die Kunden in den Bereichen „Neukunden“ und „Bestandskunden“ individuellere Beratungen erfahren. Insbesondere bei den Langzeitleistungsbeziehern werden die bestehenden Angebote weiterentwickelt und ausgebaut. 

 

 

 

 


   

Broschüre Datenschutz

     
   
     

 

Informationen zur Datenerhebung nach Art. 13 und 14 Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union (DSGVO) und des Sozialgesetzbuches für den Bereich des Jobcenter Hildesheim finden Sie hier.

   

Alleinerziehende

 

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