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Neuigkeiten

1804 - 19.03.2018

 

 

„Info – Cafe – Pflege“: Stellenvermittlung der etwas anderen Art im Jobcenter Hildesheim am 15.03.2018

 

Da hatte das Vermittlungsteam des Jobcenter Hildesheim, Stefanie Müller, Danielle Schmöle, Nora Stumm und Matthias Oppermann eine tolle Idee, die sie mit Bravour umsetzten.

 

Eingeladen hatten sie die Chefs folgender Pflegeeinrichtungen: Pflegedienst Berezow, Seniorenwohnanlagen Bahrke, Care das Pflegeteam und Daheim STATT HEIM.

 

Die Idee kam dem engagiertem Vermittlungsteam, da in der Pflege händeringend Personal gesucht wird. Nach Vorgesprächen mit etlichen Bewerbern konnten sie feststellen, dass bei vielen Pflegeerfahrung vorhanden war, wenn auch keine grundlegenden Qualifizierungen in der Pflege.

 

24 BewerberInnen wurden unverbindlich ohne Rechtsfolgenbelehrung eingeladen und siehe da: 24 Interessierte kamen.

 

Bei Kaffee und Keksen erläuterten die Arbeitgeber ihre offenen Stellen: Sebastian Adamski, Geschäftsführer von Daheim STATT HEIM: „Wir suchen auch Bewerber ohne vorliegende Qualifikation, die wir vor Ort für Pflege und Betreuung qualifizieren.“ Hella Pollmann von Care das Pflegeteam legte einen weiteren Pluspunkt für die Bewerber drauf: „Wir erwarten zwar den Führerschein B, ein Auto wird von uns für die Einsätze gestellt.“

 

Nach kurzer Vorstellungsrunde gingen die Interessierten aktiv auf die zukünftigen Arbeitgeber zu und führten lebhafte Gespräche über mögliche Einsätze vor Ort, erste Praktika wurden konkret ausgemacht.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Beteiligten sicher, dass dieser unkomplizierte Weg des Kennenlernens der Richtige war: Burkhard Wurm vom Pflegedienst Berezow: „Wir müssen selbst in die Qualifizierung gehen; wichtig ist, dass die Bewerber Empathie und Zuverlässigkeit mitbringen und dass es diese geeigneten Interessenten gibt, haben wir heute bei den doch sehr intensiven Gesprächen feststellen können.“

Matthias Oppermann ergänzt „wenn wir feststellen, dass es im Praktikum zwischen Bewerber und Arbeitgeber passt, können wir auch entsprechenden Qualifizierungen oder Ausbildungen fördern.

Alle Beteiligten sind überzeugt, dass wird nicht das letzte Cafe Pflege gewesen sein. Diese lebendige und unbürokratische Form des Kennenlernens von Arbeitgebern und Stellensuchenden wird sicher zeitnah fortgesetzt, auch mit anderen Branchen, die händeringend Personal suchen

 

Foto: Die engagierten Mitarbeiter des Jobcenter Hildesheim und die Vertreter der Pflegeeinrichtungen freuen sich über eine gelungene Veranstaltung. 

 

 

 

 

 

1803 - 19.03.2018

 

Gemeinsame Hilfe beim Berufsstart

Jugendberufsagentur in Alfeld

 

Künftig wollen drei Institutionen über vier Rechtskreise – die Berufsberatung der Arbeitsagentur (SGB III), das U25 Team des Jobcenters (SGB II) und die Jugendhilfe sowie die Eingliederungshilfe (SGB VIII + XII) des Landkreises unter einem Dach und auf einem Flur zusammenarbeiten. Vertreter der Arbeitsagentur, des Jobcenter und des Landkreises Hildesheim haben am heutigen Donnerstag eine Kooperationsvereinbarung für eine Jugendberufsagentur (JBA) unterschrieben. Diese soll im Landkreisgebäude in der Ständehausstraße 1 in Alfeld untergebracht werden.

„Jugendliche unter 25 Jahren aus dem Raum Alfeld haben somit künftig nur noch eine Anlaufstelle. Unter dem Motto `Keiner darf verlorengehen´ soll jedem Jugendlichen ein nahtloser Übergang von Schule in Beruf ermöglicht werden“, sagt Ulrich Wöhler, Sozialdezernent des Landkreises Hildesheim. 

Evelyne Beger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur, erläutert: „Der Weg für einen jungen Menschen in Ausbildung kann manchmal kompliziert sein: mal ist die Arbeitsagentur, mal das Jobcenter und mal die Jugendhilfe zuständig. Alle drei Behörden sind zudem noch aktuell an unterschiedlichen Standorten zu finden. Mit der Kooperationsvereinbarung wird die Zusammenarbeit von Arbeitsagentur, Jobcenter und Jugendhilfe noch weiter gefestigt und strategisch neu ausgerichtet.“

Ulrich Nehring, Geschäftsführer des Jobcenter Hildesheim, erklärt den Ablauf: „Künftig läuft der Service Hand in Hand. Die MitarbeiterInnen am gemeinsamen Empfangsbereich leiten den Jugendlichen an den richtigen Ansprechpartner weiter. Wenn sich im Laufe der Anliegensklärung herausstellt, dass ein anderer Partner mit ins Boot geholt werden muss, so geht das künftig schnell und unkompliziert.“

In der Jugendberufsagentur in Alfeld werden die zwei örtlich zuständigen Berufsberater der Arbeitsagentur, die drei Vermittler des U25 Teams des Jobcenters sowie  sozialpädagogische Mitarbeiterinnen der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe ihre Arbeit aufnehmen. Es werden im Vorfeld noch kleinere Umbaumaßnahmen in den Räumlichkeiten vorgenommen. Die Zimmer und Flure sollen jugendgerecht `aufgepeppt´ werden. Daher ist die Eröffnung der Jugendberufsagentur für April 2018 geplant.

Jugendberufsagenturen gibt es bereits bundesweit, Das Hauptziel ist die Arbeitslosigkeit unter den jungen Menschen zu verringern. Die beteiligten Institutionen möchten mit der Jugendberufsagentur in Alfeld Erfahrungen sammeln, um dieses Modell möglichst auch im Hildesheimer Stadtgebiet zu etablieren.

 

 

Unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung (v.L.n.R.): Ulrich Nehring (Geschäftsführer Jobcenter Hildesheim, Evelyne Beger (Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hildesheim) und Ulrich Wöhler (Sozialdezernent des Landkreis Hildesheim)

1802 - 15.03.2018

Mein Neustart!  

Die sechste Infobörse für berufliche WiedereinsteigerInnnen  in der Hildesheimer Arbeitsagentur war ein voller Erfolg. 150 interessierte Frauen kamen und informierten sich bei 26 Ausstellern über deren  Hilfsangebote zur Kinderbetreuung, zur beruflichen Qualifizierung, behördlichen Unterstützungsangeboten und Selbstvermarktung. In Vorträgen und an Informationsständen konnten sich die BesucherInnen über rechtliche Belange, Bewerbungsverhalten sowie Vorsorge- und Gesundheitsthemen kundig machen.

Bereits in den Begrüßungsreden machten Evelyne Beger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hildesheim und Ulrich Nehring, Geschäftsführer des Jobcenter Hildesheim, klar, dass die berufliche Laufbahn, insbesondere verknüpft mit einer Erziehungs- oder Pflegepause für die meisten Frauen mit vielen Hürden verbunden ist. Aber diese Frauen bilden ein Fachkräftepotential, auf das die Wirtschaft in Zeiten eines erhöhten Fachkräftebedarfs nicht verzichten kann. Ulrich Nehring: „ flexible Arbeitszeitmodelle müssen in Zukunft sicherlich weiter ausgeweitet werden, um die Erwerbsbeteiligung insbesondere von Frauen zu erhöhen“. Beate König, Bürgermeisterin der Stadt Hildesheim, begrüßte die Vielfalt der Angebote und das Aufgreifen der verschiedenen Lebensabschnitte in der beruflichen Laufbahn von Frauen.

Für die Besucherinnen war die einfühlsame Unterstützung verschiedener Beratungsstellen sehr hilfreich. Bestmögliches Handwerkszeug für ein Fortkommen im Beruf zu erhalten, war das Ziel der Veranstalter und Aussteller und die vielen positiven Rückmeldungen bestätigten, dass das Ziel erreicht wurde.

Eine, die aktuell erfolgreich den Weg ins Berufsleben meistert, ist Frau Simone Hollemann, die zurzeit über das Jobcenter eine Umschulung in Teilzeit zur medizinischen Fachangestellten absolviert. Im Juni 2018 wird die 34jährge Alleinerziehende eines 11jährigen Sohnes voraussichtlich mit gutem Abschluss fertig werden und anschließende eine Arbeitsstelle in ihrem erlernten Beruf antreten. Simone Hollemann: „Ich bin stolz darauf diese Umschulung noch gemacht zu haben und darauf, in Zukunft meinen Lebensunterhalt alleine bestreiten zu können“.

Die Fraueninfobörse wurde organisiert von der Arbeitsagentur Hildesheim, dem Jobcenter Hildesheim und der Gleichstellungsstelle der Stadt Hildesheim.

 

1801 - 15.03.2018

2017 – ein Erfolgsjahr für das Jobcenter Hildesheim

 

Freuen sich über das erfolgreiche Jahr des Jobcenter Hildesheim (v.l.n.r.): Ulrlich Nehring (Geschäftsführer Jobcenter Hildesheim), Evelyne Beger (stellv. Vorsitzende der Trägerversammlung des Jobcenter Hildesheim und Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hildesheim), Klaus Rosemann (Vorsitzender der Trägerversammlung des Jobcenter Hildesheim und Dezernent Innere Dienste des Landkreises Hildesheim)

 

Trotz der wachsenden Zahl von Flüchtlingen, haben weniger Menschen  Leistungen in Anspruch genommen

Das vergangene Jahr verlief für das Jobcenter und damit für die Menschen im Landkreis Hildesheim sehr erfreulich. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Anzahl von anerkannten Flüchtlingen war dies nicht selbstverständlich. Grundlage hierfür bildete ein aufnahmefähiger regionaler Arbeitsmarkt, der von den Integrationsfachkräften des Jobcenter gut genutzt werden konnte.

„Obwohl der Bestand der anerkannten Flüchtlingen in 2017 um 656 auf 2.038 angestiegen ist, sank die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (ELB) im Dezember 2017 gegenüber dem Vorjahr um 88 auf 14.771“, so Ulrich Nehring, Geschäftsführer des Jobcenters Hildesheim. „Lässt man die Flüchtlingssituation außer Acht, reduzierte sich die Anzahl der ELB um 744 (-5,5%) auf 12.733“, so Nehring weiter.

Besonders profitieren konnten davon die Personen, die zwei Jahre und länger auf Geld des Jobcenter angewiesen waren. Deren Anteil sank im Jahresvergleich um 211 auf nunmehr 9.646 Langzeitleistungsbezieher.

Insgesamt konnten 3.696 Personen eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Trotz der geringeren Anzahl von Kunden waren dies 13 (0,4%) mehr als in 2016. Neben den Langzeitleistungsbeziehern profitierten insbesondere junge Menschen unter 25 Jahre. Bei den jüngeren waren dies einschließlich zur Berufsausbildung insgesamt 915 und damit 69 (8,2%) mehr als im Jahr 2016.

„In dem Ergebnis zeigt sich deutlich, dass das Jobcenter neben den großen Herausforderungen im Zusammenhang mit Flüchtlingen, andere Personengruppen weiterhin gleichermaßen gut betreut hat“, betont Evelyne Beger, stellv. Vorsitzende der Trägerversammlung.

Mit der im Jahresverlauf 2017 deutlich zunehmenden Anzahl von anerkannten Flüchtlingen, wuchs auch der Umfang der Arbeit für das Jobcenter. Aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis, der Stadt, der Arbeitsagentur und dem Jobcenter, verlief der Übergang zwischen den verschiedenen zuständigen Stellen im Asylverfahren und danach weitestgehend problemlos.

„Da die Sprachkenntnisse und beruflichen Qualifikationen aktuell nur bei wenigen Flüchtlingen ausreichend sind, wird die Integration in den Arbeitsmarkt insgesamt jedoch eine längere Zeit in Anspruch nehmen“, berichtet Nehring.

Voraussetzung hierfür ist der zeitnahe Einstieg in die verpflichtenden Integrationskurse des Bundesamtes für Migration (BAMF). Im Landkreis Hildesheim erfolgt hierüber ein enger Austausch mit den Bildungsträgern, der inzwischen zu verhältnismäßig geringen Wartezeiten geführt hat.

„Von den guten Ergebnissen und den damit nur geringen Steigerungen vor dem Hintergrund Flucht/Asyl konnte auch der Landkreis profitieren, für den das Jobcenter die Leistungen zu den Miet- und Heizkosten erbringt. Gegenüber 2016 mussten hierfür nur rd. 550.000 Euro mehr aufgebracht werden. Insgesamt belief sich die Zahl auf 46,1 Mio. Euro“, so Herr Rosemann, Vorsitzender der Trägerversammlung.

„Die strategischen Vermittlungsschwerpunkte, die wir uns für das Jahr 2017 gesetzt hatten, waren inhaltlich genau richtig“, sagt Ulrich Nehring und ergänzt: „Nah am und mit den Bewerbern arbeiten, Arbeitsstellen gemeinsam suchen und individuelle Planungen der beruflichen Weiterqualifizierung haben dieses positive Ergebnis unterstützt“.

 

Ausblick 2018

 

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geht lokal von einer Wachstumsrate von 1,6 % bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten aus. Die Geschäftsführung des Jobcenter Hildesheim rechnet für 2018 mit einer Reduzierung der Arbeitslosigkeit  um 1,8 %.

„Die größte Nachfrage nach Arbeitskräften wurde in den Berufen Erziehung, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege, Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag sowie Fahrzeugführung im Straßenverkehr verzeichnet. Der diagnostizierte Fachkräftebedarf macht zusätzlich deutlich, dass die langfristige Zielrichtung eine berufliche Qualifizierung der Arbeitslosen sein muss“, betont  Nehring.

 Um auch das begonnene Jahr erfolgreich zu gestalten, wird sich das Jobcenter inhaltlich neu ausrichten:

Aufgrund der steigenden Problemstellungen bei den Kunden wird eine noch engere Vernetzung mit anderen Akteuren (Beratungsstellen, Bezirkssozialarbeit etc.) zunehmend erforderlicher. Hierzu zählen auch verstärkte Aktivitäten in den betroffenen Quartieren.

Zudem soll die Beratungs- und Unterstützungsleistung ausgebaut werden. Herbei werden die Kunden in den Bereichen „Neukunden“ und „Bestandskunden“ individuellere Beratungen erfahren. Insbesondere bei den Langzeitleistungsbeziehern werden die bestehenden Angebote weiterentwickelt und ausgebaut. 

 

 

 

 


1711 - 13.10.2017

 

Neues Vermittlungsprojekt im Jobcenter Sarstedt - am 12.10.2017 fand zum 2. Mal der "Bewerber-Tag" statt

Das innovative Vermittler-Team des Jobcenters Sarstedt hatte eine Idee – wie Bewerber und Arbeitgeber einmal auf die etwas andere Art zusammen kommen können. Teamleiterin Stephanie Tieska erkannte sofort den Mehrwert dieses Projektes und unterstützte mit Ideen und Organisationsvorschlägen ihr Team.

Michael Trumpf, bewerberorientierter Vermittler in Sarstedt, der parallel nicht nur die Jobcenter Kunden betreut, sondern auch mit Arbeitgebern in seiner Region regelmäßig in Kontakt ist, konnte die Zeitarbeitsfirma DIMA aus Hannover gewinnen an diesem kreativen Zusammenspiel zwischen beiden Parteien proaktiv teilzunehmen. Und so waren Linda Schmidt und Heike Atila, beide langjährig als Personaldisponentinnen bei dem Personaldienstleister sofort bereit sich für Bewerbergespräche vor Ort zur Verfügung zu stellen. Linda Schmidt von DIMA führt aus: „Wir haben unsere Arbeitgeber-Kunden vor allen bei mittelständischen Produktionsbetrieben in den Bereichen Metall und Logistik, diese haben ihre Betriebsorte in Hannover – aber auch Springe und Barsinghausen sind oftmals die Arbeitsorte.- Die Bewerber aus Sarstedt können problemlos durch die gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu diesen Arbeitsorten gelangen.

Michael Trumpf fügt einen weiteren wichtigen Teil dieses Projektes hinzu: „Meine Kollegen und ich kennen unsere Kunden schon seit Jahren; alle sind langzeitarbeitslos, da es oftmals irgendwann einen Bruch in ihrem Leben gegeben hat, das können die verschiedensten Dinge gewesen sein, Verlust eines Partners durch Tod oder Krankheit, Schulden oder gesundheitliche Problematiken. Zu Beginn ihrer Arbeitslosigkeit, sind die meisten davon überzeugt, wieder einen Job, der gut bezahlt wird und ihren Neigungen entspricht, zu finden. Dies passiert leider aber nur selten und so vergehen Jahre, der einmal erlernte Beruf ist in der freien Wirtschaft nicht mehr viel wert, wenn man ihn lange Zeit nicht ausgeübt hat. Viele brauchen einige Jahre um zu erkennen, dass der erneute Einstieg auf den Arbeitsmarkt mit Abstrichen verbunden ist, weil Kenntnisse veraltet sind und man nur noch auf Helferstellen Erfolg bzw. eine Einstellung bei Firmen erlangen kann. – Und da ich aus meiner langjährigen Vermittlertätigkeit weiß, wie wichtig der persönliche und regelmäßige Kontakt mit unseren Leistungsempfängern ist, wurde die Idee geboren, die Kunden durch Gespräche zu überzeugen, ihre Bewerbungsunterlagen persönlich an einem ausgewählten Tag z.B. der Firma DIMA zu präsentieren.

Die Personaldisponentin Heike Atila ergänzt: „Vorrangig suchen die Firmen Fachkräfte, da die aber immer schwieriger zu finden sind, finden auch immer mehr handwerklich begabte Hilfskräfte ihren Weg zum Arbeitgeber; wichtig ist, dass die Motivation stimmt, dann können die Bewerber auch ruhig älter sein – z.B. die Schallgrenze „50“ schon überschritten haben.“ Linda Schmidt fügt hinzu:  „Als Herr Trumpf uns dieses Angebot gemacht hat, motivierte Bewerber vor Ort kennenzulernen, haben wir gleich zugegriffen“, dann spielt ein Lächeln um ihr Gesicht:, „wir haben hier fast nichts mehr zu tun, es ist alles gut vorbereitet, schon an der Eingangstür hängen die Hinweisschilder, wo wir heute zu finden sind; wir müssen nur noch den richtigen Bewerber mit dem passenden Arbeitgeber zusammen bringen“.

Auf Nachfrage wird deutlich; die Personaldisponentinnen haben keine Vorurteile gegenüber Menschen, die langzeitarbeitslos sind; es wird übertariflich gezahlt, die frisch Eingestellten werden fest übernommen und oftmals gibt es auch den Bonus eines Fahrtkostenzuschusses.

Der erste Bewerbertag fand mit 13 Eingeladenen im August 2017 statt; drei Bewerber konnten kurzfristig bei DIMA einsteigen, einer wurde sogar nach einigen Monaten fest vom Betrieb übernommen, wo er als „Leiharbeiter“ begonnen hatte.

Heute hat Michael Trumpf 17 Bewerber, die handwerklich schon einmal beruflich tätig waren und bereit sind, ihren beruflichen Neubeginn als Hilfskraft zu starten im 20 Minuten Takt eingeladen.

Alle haben motiviert, in vorab geführten Gesprächen zugesagt, pünktlich zu der vereinbarten Zeit mit ihrer aktuellen Bewerbungsmappe vor Ort zu sein.

Den Anfang macht ein gut durchtrainierter Herr über fünfzig, der sogar schon 10 Minuten zu früh da ist, und sich dafür mit den Worten entschuldigt: „Mein Auto ist zur Zeit kaputt und ich musste das Fahrrad nehmen“.

Die beiden Personaldisponentinnen lassen sich den ordentlichen Lebenslauf aushändigen und erfahren, dass der Bewerber eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert und Jahre lang auch im Beruf gearbeitet hat; bis es durch die Fusion seines Arbeitgebers zu Entlassungen gekommen ist. Herr Sch. erzählt sicher und motiviert, dass er dann mehrere Jahre im Vertrieb einer Krankenkasse gearbeitet - und sich schließlich als Vertriebler selbständig gemacht hat und dass dies keine so gute Idee war. Zuletzt war er vor vier Jahren bei einem Reifenunternehmen und konnte dort seine Stärken Büroorganisation mit körperlichem Einsatz bei der Reifenmontage mit Freude am Job verbinden. Gelegentlich arbeitet er als Tauchlehrer mit einen geringen Nebenverdienst und betont, dass ihn diese Tätigkeit körperlich fit hält.

Linda Schmidt und Heike Atila lassen sich zum Schluss die Bewerbungsunterlagen aushändigen und machen dem Bewerber Hoffnung, dass ein gewerblicher Logistikbetrieb genau so jemanden sucht, der Büroarbeit mit körperlichen Zupacken verbindet sie werden sich kommende Woche bei Herrn Sch. melden, um ein Bewerbungsgespräch beim Arbeitgeber vor Ort zu vereinbaren. Der Mann verlässt zufrieden mit dem Gefühl, dass dieses Gespräch etwas für ihn gebracht hat, den Raum.

Weitere 16 Bewerber aus dem handwerklichen Helferbereich werden heute noch folgen. Michael Trumpf vom Jobcenter Sarstedt ist sich sicher, dass dieser individuelle Weg der Bewerbung seiner Kunden sehr erfolgreich sein wird: „Hier legen alle Beteiligten Wert auf die persönlichen Wünsche und Fertigkeiten, die Freiwilligkeit und Motivation des Einzelnen steht im Vordergrund“ und seine Teamleiterin ergänzt: „Wir werden mit diesem Projekt weitermachen und versuchen,  weitere Arbeitgeber ins Boot zu holen, auch weil die Resonanz unserer Kunden auf diese Art von Vorstellungsgesprächen äußerst positiv ist.

  

Die handelnden Akteure (v.l.n.r.) vor Ort: Stephanie Tieska (Teamleiterin Jobcenter Sarstedt), Michael Trumpf (bewerberorientierter Vermittler), Linda Schmidt und Heike Atila (beide Personaldienstleister DIMA)

   

Alleinerziehende

 

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